Der historische Ursprung der Generali Deutschland Holding AG sowie der Generali Deutschland Gruppe geht auf das Jahr 1824 zurück. Auf Initiative des Aachener Unternehmers und späteren preußischen Finanzministers David Hansemann gründen 10 angesehene Kaufleute sowie der Regierungspräsident und sein Stellvertreter am 13. August 1824 in Aachen eine anonyme Gesellschaft auf Aktien: die Aachener Feuer-Versicherungs-Gesellschaft. Am 24. Juni 1825 erhält sie die Genehmigung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. Mit einem Aktienkapital von 1 Mio. Taler (entspricht rund 29 Mio. Euro im Jahr 2003, berechnet nach Kaufkraft) nimmt die neu gegründete Gesellschaft am 1. September 1825 ihre Geschäftstätigkeit offiziell auf.
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1824
David Hansemann gründet die Aachener Feuer-Versicherungs-Gesellschaft

David Hansemann |
Als Antwort auf die schwierigen sozialen Verhältnisse seiner Zeit verwirklicht Hansemann mit der Unternehmensgründung auch die Idee eines Gemeinnützigen Fonds, der aus den Gewinnen des Feuerversicherungsgeschäfts gespeist werden soll. Diese Einrichtung besteht nach wie vor und hat bis heute in großem Umfang Leistungen zugunsten der Allgemeinheit erbracht.
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Gründung des
Gemeinnützigen Fonds |
Zwar hat die Aachener Feuer-Versicherungsgesellschaft einen erfolgreichen Start, doch gilt ihre Zulassung zunächst nur für das Königreich Preußen. Die Statuten sehen vor, dass sie in allen anderen deutschen Staaten nur als "ausländische" Gesellschaft operieren kann. Hinzu kommt, dass die gemeinnützigen Mittel zunächst ausschließlich in Preußen verwendet werden dürfen. Dies stellt sich zunehmend als gravierender Nachteil heraus. Erst 1832 gelingt es, den preußischen König dazu zu bewegen, die Beschränkung des Gemeinnützigen Fonds auf Preußen aufzuheben. 1834 erhält die "Aachener Feuer" als erster auswärtiger Versicherer die Genehmigung in Bayern, als einheimisches Unternehmen die Mobiliar-Feuerversicherung betreiben zu dürfen. Auf Wunsch König Ludwigs I. führt die Gesellschaft in Bayern jedoch den Namen "Münchener und Aachener Mobiliar-Feuerversicherungs-Gesellschaft", während sie im übrigen Deutschland seit 1834 als "Aachener und Münchener" auftritt. Diese Namen bleiben bis 1970 nebeneinander bestehen.
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1834
Aachener Feuer wird in Bayern zugelassen
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Bis 1840 kann der Tätigkeitsbereich schließlich auf alle damaligen deutschen Staaten ausgedehnt werden.
Ihre Bewährungsprobe besteht die Gesellschaft anlässlich des großen Hamburger Brandes von 1842. Der damalige Direktor Friedrich Adolph Brüggemann reist selbst nach Hamburg und zahlt Entschädigungsleistungen in Höhe von 320.000 Talern (entspricht rund 9,3 Mio. Euro im Jahr 2003, berechnet nach Kaufkraft) an Ort und Stelle aus. Der persönliche Einsatz lohnt sich insofern, als er viele neue Kunden einbringt.
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1840
Zulassung in allen
deutschen Staaten

Friedrich Adolph Brüggemann
1842
Großer Brand von
Hamburg |
Zwischen 1841 und 1850 verdoppeln sich die Beitragseinnahmen der Gesellschaft. Das zunehmende Industriegeschäft und die Auswirkungen des Hamburger Brandes veranlassen Brüggemann im Jahr 1853 zur Gründung der Aachener Rückversicherungs-Gesellschaft, dem weltweit zweitältesten professionellen Rückversicherungsunternehmen.
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1853
Gründung der
Aachener Rückversicherung
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In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Aachener und Münchener der bedeutendste deutsche Feuerversicherer. Die Gesellschaft gehört zu den angesehensten und bekanntesten Versicherungsunternehmen. Sie zählt namhafte Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft zu ihren Kunden. So hat Bismarck sein Gut Varzin bei der Aachener und Münchener versichert. Bezeichnend für den Bekanntheitsgrad der Gesellschaft ist die Tatsache, dass Wilhelm Busch sie in einer Bildergeschichte erwähnt. Er schildert, wie das Haus des Doktor Fink abbrennt. Abschließend heißt es dann: "Fink hat versichert, Gott Lob und Dank, bei der Aachener Feuerversicherungs-Bank. Und nach zwei Jahren so ungefähr, wohnt er weit schöner als wie vorher."
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seit 1860
Bedeutendster deutscher Feuerversicherer
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